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Wege des Yoga - Reden und Schriften
Svami Vivekananda
Aus dem Englischen übersetzt und herausgegeben von Martin Kämpchen

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Erscheinungsdatum: 13.05.2009
264 Seiten, Leinen

D: 26,00 €, A: 26,80 €
CH: 36,50 F
ISBN: 978-3-458-70019-7

Auf einen Blick

Zusammenfassung

Narendranath Dutta, der spätere Svami Vivekananda, wurde 1863 in Kalkutta als Sohn eines Rechtsanwalts geboren. Im britischen Schulsystem erzogen, war er zunächst keineswegs religiös. Erst nachdem er Shri Ramakrishna begegnet war, veränderte sich sein Weltbild radikal. Der Heilige gewann großen Einfluß auf den jungen Intellektuellen aus der Mittelschicht. In den Jahren nach Ramakrishnas Tod wanderte Vivekananda als Bettelmönch durch Indien und lernte das Leben der armen Bevölkerung kennen. 1893 wurde er nach Amerika eingeladen, um vor dem ersten »Weltparlament der Religionen« in Chicago zu sprechen. Seither verstand er sich als Lehrer und Missionar eines reformierten, modernen Hinduismus. Mehrere Jahre blieb er in Amerika und Europa, wo er zahlreiche Ashrams gründete. Er war der erste bedeutende Hindu-Mönch, der im Westen lehrte. Nach Indien zurückgekehrt, setzte er seine missionarischen Reisen fort; er wollte die Hindu-Gesellschaft von ihren antimodernen Elementen befreien, vom Kastenwesen, von Kinderheirat, Witwenverbrennung, der Unterdrückung der Frau, von hierarchischem Bewußtsein und religiösem Dünkel. In Kalkutta gründete Vivekananda einen neuhinduistischen Orden, den er nach seinem Lehrer »Ramakrishna-Mission« nannte. Dort starb Vivekananda 1902 im Alter von nicht einmal vierzig Jahren.

Seine Vorträge und Gespräche wurden meist von Schülern oder Zuhörern mitgeschrieben. So entstand ein umfangreiches Textcorpus, das auf sehr unterschiedliche Weise von Gott, der Welt und der Gottessuche spricht. Zum ersten Mal liegt nun eine umfassende und kommentierte Auswahl in deutscher Sprache vor. Aufgenommen wurden Vorträge, die Vivekananda vor amerikanischem und britischem Publikum hielt, also auf die Bedürfnisse westlicher Menschen zugeschnitten sind. Einen breiten Raum nehmen darin seine Ausführungen zur Universalität des Religiösen ein. Sein Werk ist ein wichtiger Beitrag zum Gespräch der Religionen, auch in Europa.

Svami Vivekananda ist einer der bekanntesten Vertreter des modernen Hinduismus. Er deutete die klassischen Heilswege des Yoga für die modernen Menschen neu aus. Er verstand Religion als praktische Tätigkeit, als karitative Hinwendung zum Menschen, besonders zu den Armen und Notleidenden, vergleichbar mit der christlichen Nächstenliebe.


Leserstimmen

Hans Theisen

Verfasst am: 27.10.2009, 00:00

Wir sind immer noch im Darwin-Jahr, in dem ich mich bei den Darwin-Rezensionen schon gewundert hatte, warum niemand darauf hingewiesen hat, dass er längst widerlegt ist. Dass und wie großartig Darwin von Vivekananda schon vor mehr als 100 Jahren widerlegt wurde, war mir neu. Das Buch ist von wunderbarer gedanklicher Klarheit.

Hans J. Knospe

Verfasst am: 13.07.2009, 00:00

Gerne möchte ich hier auf die Buchbesprechung in: Deutschlandradio Kultur vom 22.06.2009 hinweisen, die einen guten Eindruck zu Autor und Inhalt dieses Buches vermittelt.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/985063/
In meinen eigenen Unterlagen und Reisetagebüchern aus den 70/80ger jahren fand ich noch dieses bemerkenswerte Zitat von Swami Vivekananda:
"Laßt uns deshalb Gott nicht nur in Jesus von Nazareth finden, sondern in allen Großen, die ihm vorangegangen waren, und in Allen, die nach ihm kamen, und in Allen, die noch kommen werden. Unsere Anbetung ist unbegrenzt und frei. Sie alle sind Manifestationen desselben unendlichen Gottes."