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Jingde chuandeng lu - Aufzeichnungen von der Übertragung der Leuchte aus der Ära Jingde
Hg.: Christian Wittern
Aus dem Chinesischen übersetzt und herausgegeben von Christian Wittern

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Erscheinungsdatum: 10.09.2014
756 Seiten, Leinen

D: 68,00 €, A: 70,00 €
CH: 89,00 F
ISBN: 978-3-458-70046-3

Auf einen Blick

Zusammenfassung

Jingde Chuandeng lu heißt ein kanonisierter Text aus der Chan-Schule des chinesischen Buddhismus. Er ist der wichtigste und stilbildende Vertreter der sogenannten Chan-Chroniken, in denen die auftretenden Meister alle einer bestimmten Traditionslinie zugeordnet werden und neben spärlichen Informationen zur Biographie hauptsächlich Begegnungen zwischen Meistern und ihren Schülern oder mit anderen Meistern wiedergegeben werden.

Die »Aufzeichnungen von der Übertragung der Leuchte aus der Ära Jingde« sind zum repräsentativen Werk einer ganzen Gattung geworden, der sogenannten »Lampengeschichten«. Schon im Titel drückt sich der programmatische Anspruch aus, die direkte Übertragung des Lichtes der Lehre des Buddha von Herz zu Herz authentisch zu überliefern.

So setzt die Genealogie folgerichtig bei den historischen Buddhas ein und reicht bis an die Gegenwart der Abfassung, das Jahr 1004, heran. Nach den knapp abgehaltenen ältesten indischen Patriarchen erreicht die Chronik mit dem legendären Bodhidharma chinesischen Boden, um dann den Verästelungen der diversen chinesischen Chan-Schulen nachzugehen. Den größten Teil des Werkes nehmen biographisch-hagiographische Einträge ein. Insgesamt 981 Meister und Mönche werden behandelt.

Diese Auswahl aus den 30 Schriftrollen des Werkes macht deutschsprachige Leser erstmals mit diesem für die Geschichte des chinesischen Chan-Buddhismus wichtigen Text bekannt.

 

Textprobe:

»Seit dem Eingehen ins Nirvana des Meisters [Huineng, des Urvaters aller späteren Chan-Linien] im 2. Jahr der Ära Xiantian der Tang-Dynastie bis zu dem heutigen 1. Jahr der Ära Jingde der Song-Dynastie sind insgesamt zweihundertundzweiundneunzig Jahre vergangen. Diejenigen, die von ihm die Übertragung der Lehre erhielten, angefangen bei Yinzong, sind dreiunddreißig an der Zahl, und alle verbreiteten die Lehre, jeder an einem anderen Ort. Dies sind die offiziellen Erben. Diejenigen, deren Namen versteckt und die keine Spuren hinterlassen haben, können nicht gezählt werden. Hier sind nun Biographien von zehn Meistern, die als in einer Seitenlinie stehend angesehen werden können.«